Wanderausstellung
freedom roads!
koloniale straßennamen / postkoloniale erinnerungskultur
Geschichte, Kunst und Beteiligung
 
Ausstellungsvorschau
13.8.- 22.9.2013 Ausstellung
Montag, 12.8.2013 Ausstellungseröffnung
Kunsthaus Hamburg
Klosterwall 15, Hamburg (U-/S-Bahn Hauptbahnhof/U-Bahn Messberg)
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 11 - 18 Uhr
 
25.10.2013 - 23.2.2014
Donnerstag, 24.10.2013 Ausstellungseröffnung
Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1, München (U-/S-Bahn Marienplatz)
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr
Eintrittspreise
 
 
Auftaktausstellung in Berlin
28.8.-3.10.2010
August Bebel Institut, Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Berlin
 
 
Aufruf an MitstreiterInnen und KooperationspartnerInnen

freedom roads! kreative Beteiligungsmöglichkeiten für Schulen

freedom roads! kreative Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendfreizeiteinrichtungen

freedom roads! Sammelaktion Kleinobjekte

 
Wo be-finden wir uns?
Sehen wir die Welt im Stadtraum?
Wie gehen wir mit kolonialen Spuren um?
Wie mit Geschichte(n) und Mythen?
Mit Prestige, Macht und Wirtschaftskraft,
gewonnen aus Kolonialraub, Sklaven- und Zwangsarbeit?
 
Europas Stadtlandschaften sind geprägt von Spuren der Kolonialvergangenheit, Straßennamen erinnern bis heute an einst eroberte Gebiete und ehren koloniale Akteure. Inzwischen engagieren sich mehr und mehr Initiativen auf lokaler Ebene für die kritische Auseinandersetzung mit diesen kolonialen Benennungen. Anlässlich des 125. Jahrestages der Berliner Afrika-Konferenz in 2009/2010 forderte nun auch ein bundesweites Bündnis von über 70 NGOs, Kirchen, Bildungseinrichtungen, Gewerkschafts- und Parteigruppen die "Umbenennung von Straßennamen, die Kolonialisten ehren oder rassistische Begriffe enthalten, nach Persönlichkeiten des antikolonialen Widerstandskampfes". Die  historischen Bezüge der Straßennamen zum deutschen Kolonialismus sollen dabei möglichst gewahrt bleiben.  mehr > www.berliner-afrika-konferenz.de/aufruf
 

Straßenumbenennungen mit historischer Perspektivumkehr in München (2006) und Berlin (2009/2010)
(Fotos: Rolf-Henning Hintze, Joachim Zeller)
In Berlin haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Organisationen und prominente Einzelpersonen aus Wissenschaft, Kunst und Politik für die kritische Kommentierung und in besonderen Fällen auch für Umbenennungen von Straßen mit Kolonialbezug ausgesprochen. mehr > www.ber-ev.de (pdf) | Pressemitteilung 'Berliner Lüderitzstraße soll umbenannt werden' (pdf). Inzwischen hat die in Berlin-Mitte regierende SPD beschlossen, für das 'Afrikanische Viertel' ein "umfassendes Erinnerungskonzept" zu erarbeiten. Die drei nach den Begründern der deutschen Kolonien in Afrika benannten Straßen sollen umbenannt werden und in Zukunft afrikanische Frauen aus dem antikolonialen Widerstand würdigen.
Pressemitteilung SPD-Mitte (pdf)

 
In Berlin etwa forderte 2009 ein breites Bündnis von über 70 NGOs, Kirchen, Bildungseinrichtungen, Gewerkschafts- und Parteigruppen, solche Straßen nach Persönlichkeiten des antikolonialen Widerstandskampfes umzubenennen (www.berliner-afrika-konferenz.de). Dabei sollen die spezifischen historischen und geopolitischen Bezüge der Straßennamen zum deutschen Kolonialismus möglichst gewahrt bleiben.
 

Ghana feiert: 50. Jahrestag der Befreiung vom Kolonialismus am 6. März 2007 (Foto links: Moritz Homann)
Am 15.11.2009 erinnern zahlreiche Organisationen an den 125. Jahrestag der Berliner Afrika-Konferenz und gedenken den Opfern des Kolonialismus.

 
Der Impulsgeber für die Ausstellung freedom roads! waren die Jahre 2010 - 2012, die für die Erinnerung an die deutsche und europäische Kolonialgeschichte in Afrika von besonderer Bedeutung sind:

  • 2009/2010 jähren sich zum 125. Mal Deutschlands offizieller Einstieg in die Kolonialpolitik und die berüchtigte Berliner Afrika-Konferenz von 1884/85, die als Schlüsselereignis bei der Aufteilung Afrikas unter den Großmächten gilt.
  • im 'Afrikanischen Jahr' 1960 - also vor 50 Jahren - errangen 17 afrikanische Länder, darunter auch die ehemaligen deutschen Kolonien Kamerun und Togo, ihre staatliche Unabhängigkeit, die sie 2010 feiern werden. 2011 folgt das Jubiläum Tansanias (ehemals 'Deutsch-Ostafrika'). Namibia, das einstige 'Deutsch-Südwestafrika', erkämpfte seine Freiheit vor genau 20 Jahren.

 
 
Die erinnerungskulturelle und beteiligungsorientierte Transferausstellung freedom roads! und Weiße Flecken Topographie, Kunst im öffentlichen Raum, greifen die aktuelle Debatte auf und präsentieren das Projektvorhaben auf den folgenden Seiten. Dieser Webspace, der für netzwerkinterne Zwecke gedacht ist, wird im Projektverlauf mit neuen Inhalten wachsen. Zur Zeit sind folgende Links aktiv:
 
Transferausstellungskonzept freedom roads!
 
Konzept Weiße Flecken Topographie, Kunst im öffentlichen Raum
 
Aufruf an MitstreiterInnen und KooperationspartnerInnen
 
Übersicht Straßennamen nach kolonialen Akteuren
 
Übersicht Straßennamen nach kolonialen Erinnerungsorten
 
Übersicht Städte mit kolonialen Straßennamen
 
Straßenumbenennungen in Deutschland und im europäischen Ausland
 
Beispiel: Veranstaltungskalender zur Ausstellung in Berlin freedom roads! 28.8.-3.10.2010
 
Kontakt
 
Öffentliche Webseite freedom roads!
 
 
 

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